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	<title>Rechtsanwalt Moritz Graßinger &#124; München &#187; Zugewinnausgleich</title>
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	<description>Familienrecht &#124; Erbrecht &#124; Scheidung &#124; Ehevertrag &#124; Unterhalt</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Apr 2010 12:52:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>BGH Urteil: Schwiegereltern k&#246;nnen bei Scheidung leichter Geld zur&#252;ckfordern (XII ZR 189/06)</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 13:13:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Scheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Zugewinnausgleich]]></category>
		<category><![CDATA[schwiegereltern]]></category>
		<category><![CDATA[XII ZR 189/06]]></category>
		<category><![CDATA[zugewinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Der u. a. f&#252;r Familiensachen zust&#228;ndige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte &#252;ber eine Klage von Schwiegereltern zu befinden, die ihrem Schwiegerkind einen erheblichen Geldbetrag zugewandt hatten und diesen nach dem Scheitern der Ehe ihres Kindes zur&#252;ckverlangten. Nach dem Urteil des XII. Zivilsenats ist eine R&#252;ckforderung schwiegerelterlicher Zuwendungen nunmehr unter erleichterten Voraussetzungen m&#246;glich. Die Tochter der ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Der u. a. f&uuml;r Familiensachen zust&auml;ndige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte &uuml;ber eine Klage von Schwiegereltern zu befinden, die ihrem Schwiegerkind einen erheblichen Geldbetrag zugewandt hatten und diesen nach dem Scheitern der Ehe ihres Kindes zur&uuml;ckverlangten. Nach dem Urteil des XII. Zivilsenats ist eine R&uuml;ckforderung schwiegerelterlicher Zuwendungen nunmehr unter erleichterten Voraussetzungen m&ouml;glich. <span id="more-1041"></span></p>
<p align="justify">Die Tochter der Kl&auml;ger und der Beklagte lebten seit 1990 in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammen. Im Februar 1996, als sie ihre Eheschlie&szlig;ung bereits in Aussicht genommen hatten, ersteigerte der Beklagte eine Eigentumswohnung. Im April 1996 &uuml;berwiesen die Kl&auml;ger auf das Konto des Beklagten 58.000 DM. Im Mai 1996 &uuml;berwies der Beklagte von seinem Konto an die Gerichtskasse rund 49.000 DM auf den Gebotspreis.</p>
<p align="justify">Ab Herbst 1996 lebten der Beklagte und die Tochter der Kl&auml;ger mit ihrem gemeinsamen, 1994 geborenen Kind in dieser Wohnung. Im Juni 1997 schlossen sie die Ehe, aus der 1999 ein zweites Kind hervorging. 2002 trennten sich die Eheleute. Im Scheidungsverfahren schlossen sie im Jahre 2004 den Zugewinnausgleich aus. Inzwischen ist die Ehe rechtskr&auml;ftig geschieden. Die Wohnung steht bis heute im Alleineigentum des Beklagten.</p>
<p align="justify">Die Kl&auml;ger verlangen nunmehr von dem Beklagten insbesondere die R&uuml;ckzahlung der &uuml;berwiesenen 58.000 DM. Das Landgericht hat die Klage abgewiesen. Die Berufung der Kl&auml;ger hatte keinen Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung der Klagabweisung st&uuml;tzte sich das Berufungsgericht auf die bisherige Rechtsprechung des erkennenden Senats.</p>
<p align="justify">Die Revision der Kl&auml;ger hatte Erfolg und f&uuml;hrte zur Aufhebung des Berfungsurteils und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das Berufungsgericht.</p>
<p align="justify">Wenn Schwiegereltern dem Ehepartner ihres leiblichen Kindes mit R&uuml;cksicht auf dessen Ehe mit ihrem Kind und zur Beg&uuml;nstigung des ehelichen Zusammenlebens Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde zuwandten, kam nach bisheriger Senatsrechtsprechung zwischen den Beteiligten regelm&auml;&szlig;ig ein Rechtsverh&auml;ltnis eigener Art zustande, das mit den (ehebezogenen) &quot;unbenannten Zuwendungen&quot; unter Ehegatten vergleichbar war. Ihre Zuwendungen konnten die Schwiegereltern grunds&auml;tzlich nicht zur&uuml;ckfordern, wenn die Ehegatten im gesetzlichen G&uuml;terstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hatten.</p>
<p align="justify">An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat nicht mehr fest. Vielmehr sind derartige schwiegerelterliche Leistungen als Schenkung zu qualifizieren. Sie erf&uuml;llen s&auml;mtliche Tatbestandsmerkmale einer Schenkung: &Uuml;bertragen Schwiegereltern einen Verm&ouml;gensgegenstand auf das Schwiegerkind, geschieht dies regelm&auml;&szlig;ig in dem Bewusstsein, k&uuml;nftig an dem Gegenstand nicht mehr selbst zu partizipieren.</p>
<p align="justify">Auf schwiegerelterliche ehebezogene Schenkungen bleiben die Grunds&auml;tze des Wegfalls der Gesch&auml;ftsgrundlage anwendbar: Die Gesch&auml;ftsgrundlage solcher Schenkungen ist regelm&auml;&szlig;ig, dass die eheliche Lebensgemeinschaft zwischen Kind und Schwiegerkind fortbesteht und das eigene Kind somit in den fortdauernden Genuss der Schenkung kommt. Mit dem Scheitern der Ehe entf&auml;llt diese Gesch&auml;ftsgrundlage. Dadurch wird im Wege der richterlichen Vertragsanpassung die M&ouml;glichkeit einer zumindest partiellen R&uuml;ckabwicklung er&ouml;ffnet.</p>
<p align="justify">Dies gilt abweichend von der bisherigen Rechtsprechung auch dann, wenn die Ehegatten im gesetzlichen G&uuml;terstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Die R&uuml;ckabwicklung der Schenkung hat grunds&auml;tzlich unabh&auml;ngig von g&uuml;terrechtlichen Erw&auml;gungen zu erfolgen.</p>
<p align="justify">Als Konsequenz der ge&auml;nderten Senatsrechtsprechung ist damit zu rechnen, dass Schwiegereltern, die ihrem Schwiegerkind Verm&ouml;genswerte zugewandt haben, k&uuml;nftig h&auml;ufiger als bisher mit Erfolg eine R&uuml;ckabwicklung dieser Zuwendung begehren.</p>
<p align="justify">Ist das eigene Kind allerdings einen l&auml;ngeren Zeitraum in den Genuss der Schenkung gekommen (zum Beispiel durch das Leben in einer geschenkten Wohnung), kommt regelm&auml;&szlig;ig nur eine teilweise R&uuml;ckzahlung in Betracht. Wenn die Eltern dies vermeiden und den gesamten geschenkten Wert nur dem eigenen Kind zugute kommen lassen wollen, m&uuml;ssen sie ihr Kind direkt beschenken.</p>
<p align="justify">Urteil vom 3. Februar 2010 &ndash; XII ZR 189/06</p>
<p align="justify">LG Berlin &ndash; 22 O 234/05 &ndash; Urteil vom 4. November 2005</p>
<p align="justify">KG Berlin &ndash; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=22 U 195/05" target="_blank" title="KG, 25.10.2006 - 22 U 195/05">22 U 195/05</a> &ndash; Urteil vom 25. Oktober 2006</p>
<p align="justify">Karlsruhe, den 4. Februar 2010</p>
<p><em><font size="-1">Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs </p>
<p>	</font></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>01.09.2009: Die wichtigsten &#196;nderungen im Familienrecht auf einen Blick (FamFG)</title>
		<link>http://www.familienrecht-muenchen.info/familienrecht/01-09-2009-neues-scheidungsrecht-eherecht-famfg/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 07:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsausgleich]]></category>
		<category><![CDATA[Zugewinnausgleich]]></category>
		<category><![CDATA[Ehegattenunterhalt]]></category>
		<category><![CDATA[FamFG]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[Scheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Scheidungsrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160;Heute tritt das FamFG mit zahlreichen &#196;nderungen u.a. f&#252;r das gerichtliche Verfahren im Familienrecht in Kraft. Hier geben wir Ihnen einen kurzen &#220;berblick &#252;ber die wichtigsten &#196;nderungen: 1. Unterhalt Im Unterhaltsverfahren m&#252;ssen die Parteien nun anwaltlich vertreten sein. Dies gilt nicht f&#252;r die einstweilige Anordnung (&#167; 114 FamFG ). Die Auskunftspflicht der Beteiligten und Dritten ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;Heute tritt das<strong> FamFG</strong> mit zahlreichen &Auml;nderungen u.a. f&uuml;r das gerichtliche Verfahren im Familienrecht in Kraft. Hier geben wir Ihnen einen kurzen &Uuml;berblick &uuml;ber die wichtigsten &Auml;nderungen:</p>
<h3><span id="more-783"></span><br />
1. Unterhalt</h3>
<ul>
<li>Im Unterhaltsverfahren m&uuml;ssen die Parteien nun <strong>anwaltlich vertreten</strong> sein. Dies gilt nicht f&uuml;r die einstweilige Anordnung (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/114.html" target="_blank" title="&sect; 114 FamFG: Vertretung durch einen Rechtsanwalt; Vollmacht">&sect; 114 FamFG</a> ).</li>
<li>Die <strong>Auskunftspflicht </strong>der Beteiligten und Dritten wurde erheblich ausgeweitet (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/235.html" target="_blank" title="&sect; 235 FamFG: Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht der Beteiligten">&sect;&sect; 235</a>, <a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/236.html" target="_blank" title="&sect; 236 FamFG: Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht Dritter">236 FamFG</a>). Das Gericht kann eine schriftliche Versicherung fordern, dass die Auskunft wahrheitsgem&auml;&szlig; und vollst&auml;ndig erteilt wurde.&nbsp;</li>
<li>Die Parteien sind verpflichtet im Laufe des gerichtlichen Verfahrens bei <strong>&Auml;nderungen </strong>der Umst&auml;nde wie Verm&ouml;gen, Eink&uuml;nfte und pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen <strong>ungefragt </strong>mitzuteilen (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/235.html" target="_blank" title="&sect; 235 FamFG: Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht der Beteiligten">&sect;235 Abs. 3 FamFG</a>). Bei Nichtbeachtung k&ouml;nnen der Partei die Kosten des Verfahrens auferlegt werden.&nbsp;</li>
<li>Das Gericht kann nun auch bei Verfahren zum Ehegattenunterhalt <strong>Ausk&uuml;nfte bei Finanz&auml;mtern</strong> einholen.&nbsp;</li>
<li>Wesentliche &Auml;nderungen gibt es auch bei der <strong>Ab&auml;nderung </strong>gerichtlicher Entscheidungen, Vergleichen und Urkunden. Eine Ab&auml;nderung ist nun wirksam:<br />
    &#8211; Generell ab <strong>Rechtsh&auml;ngigkeit </strong>des Ab&auml;nderungsantrags (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/238.html" target="_blank" title="&sect; 238 FamFG: Ab&auml;nderung gerichtlicher Entscheidungen">&sect; 238 Abs. 3 S. 1 FamFG</a>)<br />
    &#8211; Bei <strong>Antrag auf Erh&ouml;hung</strong>: ab Verzug des Unterhaltspflichtigen (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/238.html" target="_blank" title="&sect; 238 FamFG: Ab&auml;nderung gerichtlicher Entscheidungen">&sect; 238 Abs. 3 S. 2 FamFG</a>)<br />
    &#8211; Bei <strong>Antrag auf Herabsetzung:</strong> ab dem auf ein entsprechendes Auskunfts- oder Verzichtsverlangen des Antragstellers folgenden Monats (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/238.html" target="_blank" title="&sect; 238 FamFG: Ab&auml;nderung gerichtlicher Entscheidungen">&sect; 238 Abs. 3 S. 3 FamFG</a>)</li>
<li>Mit Rechtsh&auml;ngigkeit eines gerichtlichen Ab&auml;nderungsantrages wird der Unterhaltsberechtigte <strong>b&ouml;sgl&auml;ubig </strong>gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/818.html" target="_blank" title="&sect; 818 BGB: Umfang des Bereicherungsanspruchs">&sect; 818 Abs. 4 BGB</a> und kann nicht mehr <strong>Entreicherung </strong>geltend machen, wenn er den erhaltenen Unterhalt verbraucht hat (<a href="http://dejure.org/gesetze/FamFG/241.html" target="_blank" title="&sect; 241 FamFG: Versch&auml;rfte Haftung">&sect; 241 FamFG</a>).</li>
</ul>
<h3>2. Versorgungsausgleich&nbsp;</h3>
<ul>
<li><strong>Bei einer Ehedauer von bis zu 3 Jahren finde</strong>t eine Versorgungsausgleich nur noch auf Antrag statt (<a href="http://dejure.org/gesetze/VersAusglG/3.html" target="_blank" title="&sect; 3 VersAusglG: Ehezeit, Ausschluss bei kurzer Ehezeit">&sect; 3 Abs. 3 VersAusglG</a>).&nbsp;</li>
<li><strong>Vereinbarungen </strong>&uuml;ber den Versorgungsausgleich sind <strong>nicht mehr genehmigungsbed&uuml;rftig </strong>gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/VersAusglG/6.html" target="_blank" title="&sect; 6 VersAusglG: Regelungsbefugnisse der Ehegatten">&sect; 6 VersAusglG</a> sondern unterliegen nur noch einer Inhaltskontrolle.&nbsp;</li>
<li>Statische oder teildynamische Anwartschaften werden nun durch interne Teilung des Nominalwertes ausgeglichen. Dies ist f&uuml;r den ausgleichsberechtigten Ehegatten wesentlich g&uuml;nstiger.&nbsp;</li>
<li>Alle unter die Bestimmungen des BetrAVG fallenden Anrechte wie betriebliche Kapitalleistungen (z.B. Direktversicherungen) werden dem Versorgungsausgleich zugeordnet und fallen nicht in den Zugewinnausgleich.&nbsp;</li>
<li>Das Rentner- und Beamtenprivileg ist vollst&auml;ndig weggefallen. Auch wenn der Ausgleichsverpflichtete schon eine Rente oder Pension bezieht wird diese mit Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs gek&uuml;rt, auch wenn der Augsleichsberechtigte noch keine&nbsp; Leistungen bezieht.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Reform des Zugewinnausgleichs zum 01.09.2009</title>
		<link>http://www.familienrecht-muenchen.info/familienrecht/zugewinnausgleich-familienrecht/die-reform-des-zugewinnausgleichs-zum-01-09-2009/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 07:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zugewinnausgleich]]></category>
		<category><![CDATA[Reform]]></category>
		<category><![CDATA[zugewinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.familienrecht-muenchen.info/?p=711</guid>
		<description><![CDATA[Ber&#173;lin, 14. Mai 2009&#160; Der Deut&#173;sche Bun&#173;des&#173;tag hat heute den von Bun&#173;des&#173;jus&#173;tiz&#173;mi&#173;nis&#173;te&#173;rin Zy&#173;pries vor&#173;ge&#173;schla&#173;ge&#173;nen &#196;n&#173;de&#173;run&#173;gen des Zu&#173;ge&#173;winn&#173;aus&#173;gleichs-​ und Vor&#173;mund&#173;schafts&#173;rechts in 3. Le&#173;sung zu&#173;ge&#173;stimmt. Die Neu&#173;re&#173;ge&#173;lun&#173;gen im Zu&#173;ge&#173;winn&#173;aus&#173;gleichs&#173;recht sor&#173;gen f&#252;r mehr Ge&#173;rech&#173;tig&#173;keit bei der Ver&#173;m&#246;&#173;gensaus&#173;ein&#173;an&#173;der&#173;set&#173;zung bei der Schei&#173;dung.(&#8230;)&#160; Seit 50 Jah&#173;ren gibt es den Zu&#173;ge&#173;winn&#173;aus&#173;gleich, ohne dass er an Ak&#173;tua&#173;li&#173;t&#228;t ver&#173;lo&#173;ren h&#228;tte. Heute wird jede drit&#173;te ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ber&shy;lin, 14. Mai 2009&nbsp; </em>Der Deut&shy;sche Bun&shy;des&shy;tag hat heute den von Bun&shy;des&shy;jus&shy;tiz&shy;mi&shy;nis&shy;te&shy;rin Zy&shy;pries vor&shy;ge&shy;schla&shy;ge&shy;nen &Auml;n&shy;de&shy;run&shy;gen des Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleichs-​ und Vor&shy;mund&shy;schafts&shy;rechts in 3. Le&shy;sung zu&shy;ge&shy;stimmt. Die Neu&shy;re&shy;ge&shy;lun&shy;gen im Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleichs&shy;recht sor&shy;gen f&uuml;r mehr Ge&shy;rech&shy;tig&shy;keit bei der Ver&shy;m&ouml;&shy;gensaus&shy;ein&shy;an&shy;der&shy;set&shy;zung bei der Schei&shy;dung.<span id="more-711"></span>(&#8230;)&nbsp;</p>
<p>Seit 50 Jah&shy;ren gibt es den Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleich, ohne dass er an Ak&shy;tua&shy;li&shy;t&auml;t ver&shy;lo&shy;ren h&auml;tte. Heute wird jede drit&shy;te Ehe fr&uuml;&shy;her oder sp&auml;&shy;ter ge&shy;schie&shy;den. Bei einer Schei&shy;dung wird das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen der Ehe&shy;gat&shy;ten aus&shy;ein&shy;an&shy;der&shy;ge&shy;setzt. Im ge&shy;setz&shy;li&shy;chen G&uuml;&shy;ter&shy;stand (Zu&shy;ge&shy;winn&shy;ge&shy;mein&shy;schaft), in dem die Mehr&shy;zahl der Ehe&shy;paa&shy;re leben, gibt es daf&uuml;r den Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleich. Der Grund&shy;ge&shy;dan&shy;ke des Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleichs liegt darin, den w&auml;h&shy;rend der Ehe er&shy;ziel&shy;ten Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;zu&shy;wachs zu glei&shy;chen Tei&shy;len auf beide Ehe&shy;gat&shy;ten zu ver&shy;tei&shy;len. An die&shy;sem Grund&shy;ge&shy;dan&shy;ken &auml;n&shy;dert sich nichts. Das heute ver&shy;ab&shy;schie&shy;de&shy;te Ge&shy;setz kor&shy;ri&shy;giert meh&shy;re&shy;re Schwach&shy;stel&shy;len, die von Be&shy;trof&shy;fe&shy;nen und von Rechts&shy;prak&shy;ti&shy;kern auf&shy;ge&shy;deckt wor&shy;den sind.</p>
<p>&quot;Die heute ver&shy;ab&shy;schie&shy;de&shy;ten &Auml;n&shy;de&shy;run&shy;gen beim Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleich sor&shy;gen f&uuml;r mehr Ge&shy;rech&shy;tig&shy;keit. K&uuml;nf&shy;tig wird der wirt&shy;schaft&shy;li&shy;che Er&shy;folg aus der Ehe&shy;zeit tat&shy;s&auml;ch&shy;lich zur H&auml;lf&shy;te auf die Ehe&shy;gat&shy;ten ver&shy;teilt. Na&shy;t&uuml;r&shy;lich bleibt die Be&shy;rech&shy;nung stark sche&shy;ma&shy;ti&shy;siert, damit das Ver&shy;fah&shy;ren ein&shy;fach, klar und gut hand&shy;hab&shy;bar ist. In Zu&shy;kunft wird je&shy;doch be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;tigt, wenn ein Ehe&shy;part&shy;ner mit Schul&shy;den in die Ehe ge&shy;gan&shy;gen ist und diese Schul&shy;den w&auml;h&shy;rend der Ehe&shy;zeit ge&shy;tilgt wur&shy;den. Au&shy;&szlig;er&shy;dem k&ouml;n&shy;nen un&shy;red&shy;li&shy;che Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;ver&shy;schie&shy;bun&shy;gen zu Las&shy;ten des aus&shy;gleichs&shy;be&shy;rech&shy;tig&shy;ten Ehe&shy;gat&shy;ten k&uuml;nf&shy;tig bes&shy;ser ver&shy;hin&shy;dert wer&shy;den&quot;, be&shy;ton&shy;te Bri&shy;git&shy;te Zy&shy;pries.</p>
<p><strong>Zu den Re&shy;ge&shy;lun&shy;gen im Ein&shy;zel&shy;nen:</strong></p>
<p><strong>I. Re&shy;form des G&uuml;&shy;ter&shy;rechts<br />
1. Be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;ti&shy;gung von Schul&shy;den bei der Ehe&shy;schlie&shy;&szlig;ung</strong></p>
<p>Nach bis&shy;he&shy;ri&shy;ger Rechts&shy;la&shy;ge blei&shy;ben Schul&shy;den, die bei der Ehe&shy;schlie&shy;&szlig;ung vor&shy;han&shy;den sind und zu einem &quot;ne&shy;ga&shy;ti&shy;ven An&shy;fangs&shy;ver&shy;m&ouml;&shy;gen&quot; f&uuml;h&shy;ren, bei der Er&shy;mitt&shy;lung des Zu&shy;ge&shy;winns un&shy;be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;tigt. Der Ehe&shy;gat&shy;te, der im Laufe der Ehe mit sei&shy;nem zu&shy;er&shy;wor&shy;be&shy;nen Ver&shy;m&ouml;&shy;gen nur seine an&shy;f&auml;ng&shy;lich vor&shy;han&shy;de&shy;nen Schul&shy;den tilgt, muss die&shy;sen Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;zu&shy;wachs bis&shy;her nicht aus&shy;glei&shy;chen. Viele Men&shy;schen fin&shy;den das un&shy;ge&shy;recht. Noch st&auml;r&shy;ker be&shy;trof&shy;fen ist der Ehe&shy;gat&shy;te, der die Ver&shy;bind&shy;lich&shy;kei&shy;ten des an&shy;de&shy;ren Ehe&shy;gat&shy;ten tilgt und zu&shy;s&auml;tz&shy;lich ei&shy;ge&shy;nes Ver&shy;m&ouml;&shy;gen er&shy;wirbt. Hier bleibt nicht nur die Schul&shy;den&shy;til&shy;gung und der damit ver&shy;bun&shy;de&shy;ne Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;zu&shy;wachs beim Part&shy;ner un&shy;be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;tigt; der Ehe&shy;gat&shy;te muss auch das ei&shy;ge&shy;ne Ver&shy;m&ouml;&shy;gen bei Be&shy;en&shy;di&shy;gung des G&uuml;&shy;ter&shy;stan&shy;des tei&shy;len. Das wird durch das ver&shy;ab&shy;schie&shy;de&shy;te Ge&shy;setz ge&shy;&auml;n&shy;dert. Ne&shy;ga&shy;ti&shy;ves An&shy;fangs&shy;ver&shy;m&ouml;&shy;gen wird in Zu&shy;kunft be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;tigt und der Grund&shy;ge&shy;dan&shy;ke des Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleichs kon&shy;se&shy;quent durch&shy;ge&shy;f&uuml;hrt.</p>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr">
<p><strong>Bei&shy;spiel:</strong> Tho&shy;mas und Re&shy;gi&shy;na K. las&shy;sen sich nach 20&shy;j&auml;h&shy;ri&shy;ger Ehe schei&shy;den. Tho&shy;mas K. hatte bei Ehe&shy;schlie&shy;&szlig;ung ge&shy;ra&shy;de ein Un&shy;ter&shy;neh&shy;men ge&shy;gr&uuml;n&shy;det und 30.000 &curren; Schul&shy;den. Im Ver&shy;lauf der Ehe er&shy;ziel&shy;te er einen Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;zu&shy;wachs von 50.000 &curren;. Das End&shy;ver&shy;m&ouml;&shy;gen von Tho&shy;mas K. be&shy;tr&auml;gt also 20.000 &curren;. Seine Frau Re&shy;gi&shy;na K. hatte bei Ehe&shy;schlie&shy;&szlig;ung keine Schul&shy;den und hat ein End&shy;ver&shy;m&ouml;&shy;gen von 50.000 &curren; er&shy;zielt. Sie war w&auml;h&shy;rend der Ehe&shy;zeit be&shy;rufs&shy;t&auml;&shy;tig und k&uuml;m&shy;mer&shy;te sich auch um die Kin&shy;der, damit sich ihr Mann sei&shy;nem Ge&shy;sch&auml;ft wid&shy;men konn&shy;te. Nur so war Tho&shy;mas K. im&shy;stan&shy;de, seine Schul&shy;den zu be&shy;zah&shy;len und einen Ge&shy;winn zu er&shy;zie&shy;len. Bis&shy;lang muss&shy;te Re&shy;gi&shy;na K. ihrem Mann einen Aus&shy;gleichs&shy;an&shy;spruch in H&ouml;he von 15.000 &curren; zah&shy;len, weil seine Schul&shy;den bei Ehe&shy;schlie&shy;&szlig;ung un&shy;be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;tigt blie&shy;ben. Nach neuer Rechts&shy;la&shy;ge, die eine Be&shy;r&uuml;ck&shy;sich&shy;ti&shy;gung des ne&shy;ga&shy;ti&shy;ven An&shy;fangs&shy;ver&shy;m&ouml;&shy;gens vor&shy;sieht, haben Re&shy;gi&shy;na und Tho&shy;mas K. je&shy;weils einen Zu&shy;ge&shy;winn von 50.000 &curren; er&shy;zielt. Des&shy;halb muss Re&shy;gi&shy;na K. kei&shy;nen Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleich an ihren Mann zah&shy;len.</p>
</blockquote>
<p><strong>2. Schutz vor Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;ma&shy;ni&shy;pu&shy;la&shy;tio&shy;nen</strong></p>
<p>F&uuml;r die Be&shy;rech&shy;nung des Zu&shy;ge&shy;winns kommt es auf den Zeit&shy;punkt der Zu&shy;stel&shy;lung des Schei&shy;dungs&shy;an&shy;trags an. Die end&shy;g&uuml;l&shy;ti&shy;ge H&ouml;he der Aus&shy;gleichs&shy;for&shy;de&shy;rung wird aber bis&shy;lang durch den Wert be&shy;grenzt, den das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen zu einem re&shy;gel&shy;m&auml;&shy;&szlig;ig deut&shy;lich sp&auml;&shy;te&shy;ren Zeit&shy;punkt hat, n&auml;m&shy;lich dem der rechts&shy;kr&auml;f&shy;ti&shy;gen Schei&shy;dung durch das Ge&shy;richt. In der Zwi&shy;schen&shy;zeit be&shy;steht die Ge&shy;fahr, dass der aus&shy;gleichs&shy;pflich&shy;ti&shy;ge Ehe&shy;gat&shy;te sein Ver&shy;m&ouml;&shy;gen zu Las&shy;ten des aus&shy;gleichs&shy;be&shy;rech&shy;tig&shy;ten Ehe&shy;gat&shy;ten bei&shy;sei&shy;te schafft. Diese Ge&shy;fahr ist k&uuml;nf&shy;tig ge&shy;bannt.</p>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr">
<p><strong>Bei&shy;spiel:</strong> Als Karl M. die Schei&shy;dung ein&shy;reicht, hat er einen Zu&shy;ge&shy;winn von 20.000 &curren; er&shy;zielt. Fran&shy;zis&shy;ka M. hat kein ei&shy;ge&shy;nes Ver&shy;m&ouml;&shy;gen. Nach Ein&shy;rei&shy;chung der Schei&shy;dung gibt Karl M. 8.000 &curren; f&uuml;r eine Ur&shy;laubs&shy;rei&shy;se mit sei&shy;ner neuen Freun&shy;din aus und be&shy;haup&shy;tet zudem, die rest&shy;li&shy;chen 12.000 &curren; an der B&ouml;rse ver&shy;lo&shy;ren zu haben. Bei Be&shy;en&shy;di&shy;gung des G&uuml;&shy;ter&shy;stan&shy;des durch das rechts&shy;kr&auml;f&shy;ti&shy;ge Schei&shy;dungs&shy;ur&shy;teil ist Karl M. kein Ver&shy;m&ouml;&shy;gen nach&shy;zu&shy;wei&shy;sen. Fran&shy;zis&shy;ka M. ste&shy;hen zwar rech&shy;ne&shy;risch 10.000 &curren; zu. Da das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen des Karl M. nach dem Schei&shy;dungs&shy;an&shy;trag aber &quot;ver&shy;schwun&shy;den&quot; ist, hat sie pl&ouml;tz&shy;lich kei&shy;nen An&shy;spruch mehr.</p>
</blockquote>
<p>Vor sol&shy;chen Ma&shy;ni&shy;pu&shy;la&shy;tio&shy;nen ist der aus&shy;gleichs&shy;be&shy;rech&shy;tig&shy;te Ehe&shy;gat&shy;te k&uuml;nf&shy;tig ge&shy;sch&uuml;tzt. Die G&uuml;&shy;ter&shy;rechts&shy;re&shy;form re&shy;gelt, dass der Be&shy;rech&shy;nungs&shy;zeit&shy;punkt &quot;Rechts&shy;h&auml;n&shy;gig&shy;keit des Schei&shy;dungs&shy;an&shy;tra&shy;ges&quot; nicht nur f&uuml;r die Be&shy;rech&shy;nung des Zu&shy;ge&shy;winns, son&shy;dern auch f&uuml;r die Be&shy;stim&shy;mung der H&ouml;he der Aus&shy;gleichs&shy;for&shy;de&shy;rung gilt. An&shy;spr&uuml;&shy;che wie der von Fran&shy;zis&shy;ka M. im Bei&shy;spiels&shy;fall blei&shy;ben damit be&shy;ste&shy;hen.</p>
<p>Eine wei&shy;te&shy;re Neue&shy;rung ist ein Aus&shy;kunfts&shy;an&shy;spruch &uuml;ber das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen zum Zeit&shy;punkt der Tren&shy;nung: Jeder Ehe&shy;gat&shy;te kann k&uuml;nf&shy;tig Aus&shy;kunft &uuml;ber das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen des an&shy;de&shy;ren zum Tren&shy;nungs&shy;zeit&shy;punkt ver&shy;lan&shy;gen. Diese Aus&shy;kunft dient dem Schutz vor Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;ma&shy;ni&shy;pu&shy;la&shy;tio&shy;nen zwi&shy;schen Tren&shy;nung und Zu&shy;stel&shy;lung des Schei&shy;dungs&shy;an&shy;trags. Denn mit&shy;hil&shy;fe des Aus&shy;kunfts&shy;an&shy;spruchs kann jeder Ehe&shy;gat&shy;te er&shy;ken&shy;nen, ob das Ver&shy;m&ouml;&shy;gen des an&shy;de&shy;ren in die&shy;sem Zeit&shy;raum ge&shy;schrumpft ist. Das Ge&shy;setz geht aber noch wei&shy;ter: Eine aus den Aus&shy;k&uuml;nf&shy;ten er&shy;sicht&shy;li&shy;che Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;min&shy;de&shy;rung ist aus&shy;gleichs&shy;pflich&shy;ti&shy;ger Zu&shy;ge&shy;winn, so&shy;fern der Ehe&shy;gat&shy;te nicht ent&shy;ge&shy;gen&shy;hal&shy;ten kann, dass keine il&shy;loya&shy;le Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;min&shy;de&shy;rung vor&shy;liegt, son&shy;dern ein un&shy;ver&shy;schul&shy;de&shy;ter Ver&shy;m&ouml;&shy;gens&shy;ver&shy;lust.</p>
<p><strong>3. Ver&shy;bes&shy;se&shy;rung des vor&shy;l&auml;u&shy;fi&shy;gen Rechts&shy;schut&shy;zes</strong></p>
<p>Der Schutz des aus&shy;gleichs&shy;be&shy;rech&shy;tig&shy;ten Ehe&shy;gat&shy;ten wird aber nicht nur durch den neuen Aus&shy;kunfts&shy;an&shy;spruch ge&shy;st&auml;rkt, son&shy;dern auch durch eine Mo&shy;der&shy;ni&shy;sie&shy;rung des vor&shy;l&auml;u&shy;fi&shy;gen Rechts&shy;schut&shy;zes. Das be&shy;legt das fol&shy;gen&shy;de Bei&shy;spiel:</p>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr">
<p><strong>Bei&shy;spiel:</strong> Sa&shy;bi&shy;ne K. ist als er&shy;folg&shy;rei&shy;che Un&shy;ter&shy;neh&shy;me&shy;rin unter an&shy;de&shy;rem Al&shy;lein&shy;ei&shy;gen&shy;t&uuml;&shy;me&shy;rin einer ver&shy;mie&shy;te&shy;ten Ei&shy;gen&shy;tums&shy;woh&shy;nung. Diese Ei&shy;gen&shy;tums&shy;woh&shy;nung stellt als Ka&shy;pi&shy;tal&shy;an&shy;la&shy;ge einen nicht un&shy;er&shy;heb&shy;li&shy;chen Teil ihres Ver&shy;m&ouml;&shy;gens dar. Sie will sich von Rolf K., einem er&shy;folg&shy;lo&shy;sen Ver&shy;tre&shy;ter, schei&shy;den las&shy;sen und k&uuml;n&shy;digt ihm unter Zeu&shy;gen an: Du be&shy;kommst von mir nichts. Un&shy;mit&shy;tel&shy;bar nach der Tren&shy;nung in&shy;se&shy;riert sie die Woh&shy;nung zum Ver&shy;kauf, ob&shy;wohl dies wirt&shy;schaft&shy;lich nicht sinn&shy;voll ist. Rolf K. be&shy;f&uuml;rch&shy;tet nun, dass der Ver&shy;kauf nur dazu die&shy;nen soll, den Erl&ouml;s bei&shy;sei&shy;te zu schaf&shy;fen, um ihm kei&shy;nen Zu&shy;ge&shy;winn&shy;aus&shy;gleich zah&shy;len zu m&uuml;s&shy;sen.</p>
</blockquote>
<p>Sol&shy;chen F&auml;l&shy;len wird k&uuml;nf&shy;tig ein Rie&shy;gel vor&shy;ge&shy;scho&shy;ben. Der Ehe&shy;part&shy;ner, dem hier der Scha&shy;den droht, kann den Zu&shy;ge&shy;winn leich&shy;ter vor&shy;zei&shy;tig gel&shy;tend ma&shy;chen. Die&shy;ses Recht kann er in einem vor&shy;l&auml;u&shy;fi&shy;gen Rechts&shy;schutz&shy;ver&shy;fah&shy;ren vor Ge&shy;richt si&shy;chern. Damit wird ver&shy;hin&shy;dert, dass der an&shy;de&shy;re Ehe&shy;part&shy;ner sein Ver&shy;m&ouml;&shy;gen ganz oder in Tei&shy;len bei&shy;sei&shy;te schafft.</p>
<p><strong>II. Ein&shy;fa&shy;che&shy;re Be&shy;sor&shy;gung von Geld&shy;ge&shy;sch&auml;f&shy;ten be&shy;treu&shy;ter Men&shy;schen</strong></p>
<p>Ein Vor&shy;mund oder Be&shy;treu&shy;er, der f&uuml;r sein M&uuml;n&shy;del oder sei&shy;nen Be&shy;treu&shy;ten einen nur klei&shy;nen Geld&shy;be&shy;trag vom Gi&shy;ro&shy;kon&shy;to ab&shy;he&shy;ben oder &uuml;ber&shy;wei&shy;sen will, braucht der&shy;zeit die Ge&shy;neh&shy;mi&shy;gung des Vor&shy;mund&shy;schafts&shy;ge&shy;richts, so&shy;bald das Gut&shy;ha&shy;ben auf dem Konto 3000 &curren; &uuml;ber&shy;schrei&shy;tet. Dies f&uuml;hrt zu einem enor&shy;men b&uuml;&shy;ro&shy;kra&shy;ti&shy;schen Auf&shy;wand. Wegen die&shy;ser Re&shy;ge&shy;lung wird Be&shy;treu&shy;ern sogar die Teil&shy;nah&shy;me am au&shy;to&shy;ma&shy;ti&shy;sier&shy;ten Zah&shy;lungs&shy;ver&shy;kehr (Geld&shy;au&shy;to&shy;mat, on&shy;line ban&shy;king etc.) von ei&shy;ni&shy;gen Kre&shy;dit&shy;in&shy;sti&shy;tu&shy;ten ver&shy;wehrt. Die Ban&shy;ken geben an, im au&shy;to&shy;ma&shy;ti&shy;sier&shy;ten Kon&shy;to&shy;ver&shy;kehr nicht aus&shy;rei&shy;chend kon&shy;trol&shy;lie&shy;ren zu k&ouml;n&shy;nen, ob das Kon&shy;to&shy;gut&shy;ha&shy;ben die Gren&shy;ze von 3.000 &curren; &uuml;ber&shy;schrei&shy;tet. Durch das ver&shy;ab&shy;schie&shy;de&shy;te Ge&shy;setz f&auml;llt die vor&shy;mund&shy;schafts&shy;recht&shy;li&shy;che Ge&shy;neh&shy;mi&shy;gungs&shy;pflicht bei einem Gi&shy;ro&shy;kon&shy;to weg. Dies kommt auch den Be&shy;treu&shy;ten zu Gute.</p>
<blockquote style="margin-right: 0px;" dir="ltr">
<p><strong>Bei&shy;spiel:</strong> Der 70&shy;j&auml;h&shy;ri&shy;gen, an einem Hirn&shy;tu&shy;mor er&shy;krank&shy;te Erika R. wurde ein Be&shy;rufs&shy;be&shy;treu&shy;er be&shy;stellt. Aus ihrer Al&shy;ters&shy;ver&shy;sor&shy;gung er&shy;h&auml;lt sie mo&shy;nat&shy;lich 2.000 &curren;. Da sie f&uuml;r &auml;rzt&shy;li&shy;che Be&shy;hand&shy;lun&shy;gen nicht sel&shy;ten Vor&shy;sch&uuml;s&shy;se ihrer Kran&shy;ken&shy;kas&shy;se er&shy;h&auml;lt, liegt ihr Kon&shy;to&shy;gut&shy;ha&shy;ben h&auml;u&shy;fig &uuml;ber 3.000 &curren;.</p>
</blockquote>
<p>Bei die&shy;sem Gut&shy;ha&shy;ben&shy;stand be&shy;n&ouml;&shy;tigt ihr Be&shy;treu&shy;er bis&shy;her f&uuml;r jede all&shy;t&auml;g&shy;li&shy;che &Uuml;ber&shy;wei&shy;sung / Aus&shy;zah&shy;lung von ihrem Konto eine Ge&shy;neh&shy;mi&shy;gung des Vor&shy;mund&shy;schafts&shy;ge&shy;richts. Die&shy;ser un&shy;n&ouml;&shy;ti&shy;ge Ver&shy;wal&shy;tungs&shy;auf&shy;wand ent&shy;f&auml;llt in Zu&shy;kunft, da der Be&shy;treu&shy;er von Erika R. nun&shy;mehr ohne ge&shy;richt&shy;li&shy;che Ge&shy;neh&shy;mi&shy;gung ver&shy;f&uuml;&shy;gen kann. In ers&shy;ter Linie wer&shy;den da&shy;durch die Be&shy;treu&shy;er ent&shy;las&shy;tet, die nicht in einem engen fa&shy;mi&shy;li&auml;&shy;ren Ver&shy;h&auml;lt&shy;nis zum Be&shy;treu&shy;ten ste&shy;hen. El&shy;tern, Ehe&shy;gat&shy;ten, Le&shy;bens&shy;part&shy;ner und Ab&shy;k&ouml;mm&shy;lin&shy;ge sind be&shy;reits nach be&shy;ste&shy;hen&shy;der Rechts&shy;la&shy;ge von der Ge&shy;neh&shy;mi&shy;gungs&shy;pflicht be&shy;freit. Vor einem Miss&shy;brauch ist der Be&shy;treu&shy;te auch wei&shy;ter&shy;hin durch die Auf&shy;sicht des Vor&shy;mund&shy;schafts&shy;ge&shy;richts ge&shy;sch&uuml;tzt. Der Be&shy;treu&shy;er muss &uuml;ber Ein&shy;nah&shy;men und Aus&shy;ga&shy;ben des Be&shy;treu&shy;ten genau ab&shy;rech&shy;nen und die Kon&shy;to&shy;be&shy;le&shy;ge ein&shy;rei&shy;chen. Geld, das nicht f&uuml;r die lau&shy;fen&shy;den Aus&shy;ga&shy;ben be&shy;n&ouml;&shy;tigt wird, muss der Be&shy;treu&shy;er f&uuml;r den Be&shy;treu&shy;ten ver&shy;zins&shy;lich an&shy;le&shy;gen.</p>
<p><strong>III. Re&shy;gis&shy;trie&shy;rung von Be&shy;treu&shy;ungs&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gun&shy;gen</strong></p>
<p>Viele Men&shy;schen haben be&shy;reits die M&ouml;g&shy;lich&shy;keit in An&shy;spruch ge&shy;nom&shy;men, beim Zen&shy;tra&shy;len Vor&shy;sor&shy;ge&shy;re&shy;gis&shy;ter der Bun&shy;des&shy;no&shy;tar&shy;kam&shy;mer Vor&shy;sor&shy;ge&shy;voll&shy;mach&shy;ten re&shy;gis&shy;trie&shy;ren zu las&shy;sen, damit diese im Be&shy;darfs&shy;fall zu&shy;ver&shy;l&auml;s&shy;sig auf&shy;find&shy;bar sind. Diese Vor&shy;sor&shy;ge&shy;voll&shy;mach&shy;ten be&shy;inhal&shy;ten h&auml;u&shy;fig auch eine Be&shy;treu&shy;ungs&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gung, d.h. die Fest&shy;le&shy;gung, wer Be&shy;treu&shy;er wer&shy;den soll, falls wegen un&shy;vor&shy;her&shy;ge&shy;se&shy;he&shy;ner Um&shy;st&auml;n&shy;de trotz der Vor&shy;sor&shy;ge&shy;voll&shy;macht ein Be&shy;treu&shy;er be&shy;stellt wer&shy;den muss. Die Vor&shy;tei&shy;le der Re&shy;gis&shy;trie&shy;rung gel&shy;ten mit dem Ge&shy;setz auch f&uuml;r reine Be&shy;treu&shy;ungs&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gun&shy;gen, die nicht mit einer Vor&shy;sor&shy;ge&shy;voll&shy;macht ver&shy;bun&shy;den sind. Auch diese k&ouml;n&shy;nen in Zu&shy;kunft gegen Ge&shy;b&uuml;hr ins Zen&shy;tra&shy;le Vor&shy;sor&shy;ge&shy;re&shy;gis&shy;ter ein&shy;ge&shy;tra&shy;gen wer&shy;den.</p>
<p><strong>IV. In&shy;kraft&shy;tre&shy;ten</strong></p>
<p>Das heute vom Bun&shy;des&shy;tag be&shy;schlos&shy;se&shy;ne Ge&shy;setz soll am 1. Sep&shy;tem&shy;ber 2009 in Kraft tre&shy;ten. Es be&shy;darf nicht der Zu&shy;stim&shy;mung des Bun&shy;des&shy;ra&shy;tes.</p>
<p>
&nbsp;</p>
<p><a title="pdf-Datei, Ansicht in neuem Fenster: Beschlussempfehlung_bericht_Rechtsausschusses_Gueterrecht.pdf" target="_blank" href="http://www.bmj.de/files/-/3727/Beschlussempfehlung_bericht_Rechtsausschusses_Gueterrecht.pdf">Be&shy;schluss&shy;emp&shy;feh&shy;lung_be&shy;richt_&shy;Rechts&shy;aus&shy;schus&shy;ses_&shy;Gue&shy;ter&shy;recht.pdf , 71&nbsp;kb<br />
</a></p>
<p><a title="pdf-Datei, Ansicht in neuem Fenster: RegE_Gueterrecht.pdf" target="_blank" href="http://www.bmj.de/files/-/3239/RegE_Gueterrecht.pdf">Re&shy;gE_&shy;Gue&shy;ter&shy;recht.pdf , 216&nbsp;kb</a></p>
<p><em>Quelle: BMJ Pressestelle</em></p>
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